Botschafter

Schulbauernhof Klosterbuch
Porträt

Im Einklang mit Tier und Natur.

Im beschaulichen Leisnig, Ortsteil Klosterbuch findet man eine der ältesten Streuobstwiesen Sachsens: Angelegt wurde diese nachweislich im damaligen Landesschulgut aus dem Jahr 1915. Heute wird sie von den Eheleuten Elsbeth Pohl-Roux und Jürgen Pohl bewirtschaftet. Unterstützt werden sie in ihrem Arbeitseinsatz von ihren beiden Kaltblutpferden Napoleon und Glück – unter Mithilfe von einer Heidschnuckenherde, deren „Hinterlassenschaften“ dem Boden zugute kommen. Neben ihrer eigenen, etwa 2 Hektar großen Wiese, die ca. 30 alte Streuobstbäume zählt, tragen das Ehepaar und seine Tiere zudem Fürsorge für eine weitere, benachbarte Streuobstwiese, die sie bei der Sachsenforst AG gepachtet haben und auf der ca. 220 Apfel- und Kirschbäume wachsen.

Tradition pflegen und erhalten.

Inmitten dieses sächsischen Kleinods, das reich ist an Rohstoffen mit Geschichte und Tradition, baut das Rentnerehepaar seit Sommer 2020 seinen Schulbauernhof auf. Dieser wird in allen Kreisläufen nach strengen Demeter-Richtlinien betrieben und ist seit 2020 als solcher zertifiziert. Gemeinsam mit uns, der „KOCHEN macht Schule“, sollen hier zukünftig – unter Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette von Lebensmitteln – Projekte zur Ernährungsbildung in Theorie und vor allem Praxis stattfinden. „Unsere Streuobstwiese, samt unserem Schulbauernhof sind unser wichtigstes Erbe für unsere vier Kinder und sieben Enkel“, berichtet Elsbeth Pohl-Roux. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Traditionen zu erhalten und zu versuchen, sie erneut ins Bewusstsein zu rücken. Wir alle sollten sorgsam und respektvoll mit dem NATUR-Erbe umgehen, was unsere Vorfahren geschaffen und für uns über ein Jahrhundert erhalten haben. Viele gute, alte Apfelsorten sind zu einer Seltenheit geworden, umso wichtiger ist es, jede Streuobstwiesen zu schützen und zu pflegen und nicht auf Masse, sondern auf Werthaltigkeit hinzuarbeiten.“

Der Altländer Pfannkuchenapfelbaum.

Was zum Anbeißen klingt, ist eine echte Rarität auf der Klosterbucher Streuobstwiese. “Diese Sorte steht in unserer Region auf der Roten Liste der gefährdeten inheimischen Nutzpflanzen”, berichtet Elsbeth Pohl-Roux. Um Sorten wie diese und weitere wie “Kaiser Wilhelm”, “Geheimrat Dr. Oldenburg”  oder “Goldparmäne” kennenzulernen, ihre Geschichte und vor allem ihren Geschmack zu erfahren, möchte das Ehepaar perspektivisch Schulklassen auf ihrem Hof willkommen heißen und mit ihnen unter Anleitung der Profiköche aus dem Netzwerk der KOCHEN macht Schule nachhaltige Projekte umsetzen. “Gern möchten wir Einblicke geben, wie unsere Vorfahren umweltverträgliche Landwirtschaft geführt haben und dabei viel Wissenswertes zum Erhalt und der Pflege einer Streuobstwiese vermitteln.” Vorstellbar ist bpsw. eine gemeinsame Apfelernte mit Apfelkunde und Apfelverarbeitung. “In alten Kochbüchern findet man noch die Angabe der Apfelsorte. Dahin würde ich gern zurück und würde mich freuen, gemeinsam mit jungen Menschen und Köchen alte Rezepte aufzudecken und neu zu entdecken.” Das Ehepaar selbst verwertet einen Großteil seiner Erträge in einer Mosterei bei Grimma zu sortenreinem Most.

Als Botschafter der KOCHEN macht Schule möchten Elsbeth Pohl-Roux und Jürgen Pohl…

… mitwirken, Themen zur Nachhaltigkeit bei den nachwachsenden Generationen “natürlich” ins Gespräch und Bewusstsein zu rücken. Sie möchten motivieren, inspirieren und begeistern und ihren Weg einer Landwirtschaft zeigen, der die Umwelt schützt.

„Wir freuen uns auf die gemeinsamen Projekte mit der KOCHEN macht Schule. Jungen Menschen einen ganzheitlichen Überblick zu geben – von der Herkunft der Rohstoffe in unserer Region bis hin zu deren Verarbeitung – ist uns wichtig. Die Vermittlung von Werten wie Traditionspflege, ein respektvoller Umgang mit Lebensmitteln sowie Achtsamkeit gehen damit eng einher.”

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