Der Spätsommer greift um sich in der Schulküche von Schloss Schönefeld, und wenn sich die Tür öffnet und die Schüler:innen der Rosa-Parks Schule dazu kommen, hängt da sofort diese ganz eigene Energie im Raum. Hier entsteht echtes Miteinander: Schüsseln wandern von Hand zu Hand, es wird in gemischten Teams gearbeitet und dabei riecht es nach reifen Tomaten und frischem Basilikum. Mit Beginn des neuen Schuljahres setzen wir unser Inklusionsprojekt nahtlos fort. Besonders freuen wir uns dabei über die neue Generation von Schüler:innen der Rosa-Parks-Schule, die jetzt mit am Herd steht.
Bevor die Töpfe überhaupt warm wurden, hieß es erst einmal innehalten und zurückblicken. Wie schmeckt eigentlich der Sommer, wenn man ihn festhalten will? Auf den ausgefüllten Reflexionsbögen tauchen die Erinnerungen der letzten Monate auf: Selbstgemachte Limonade, knackige Sommerrollen, kühle Ogroschka und natürlich Wassermelone. Doch der Blick bleibt nicht stehen, sondern wandert direkt nach vorn in Richtung der kälteren Monate. Wenn draußen die Blätter fallen, wächst die Vorfreude auf all das, was von innen wärmt – auf einen wärmenden Pumpkin Spiced Latte, selbstgefüllte Pieroggen, Kürbis in jeglicher Form und auf Apfelstrudel frisch aus dem Ofen.
Dann wurde angepackt, denn bei KOCHEN macht Schule steht das praktische Tun und der Erwerb handwerklicher Fertigkeiten im Mittelpunkt. Unser Menü für diesen Auftakt brachte genau das zusammen, was den Spätsommer auszeichnet: Ein knuspriges Brot wurde in der Pfanne goldbraun angeröstet, um dem Tomaten-Brot-Salat den perfekten Crunch zu geben. Faszination pur lösten die spinatgefärbten gift-grünen Pfannkuchen aus, die in der Luft gewendet, kunstvoll mit Tomaten und Zucchini geschichtet und zu mehreren Pfannkuchentorten gestapelt wurden. Als süßer Abschluss folgte eine klassische rote Grütze mit kalter Vanillesahne.
Es ist jedes Mal aufs Neue faszinierend zu beobachten, wie das gemeinsame Schnippeln, Rühren und Schichten Barrieren abbaut und die Gemeinschaft stärkt. Am Herd braucht es keine großen Reden; jede Hand wird gebraucht, und am Ende sitzt man an einem langen Tisch zusammen. Man teilt nicht nur das Essen, sondern auch die handgemachte Gewissheit, etwas Echtes geschaffen zu haben. Kochen ist eben Lernen fürs Leben – und der beste Beweis dafür, dass Genuss verbindet.


