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Von der Wurzel bis zum Eintopf – Selber kochen kinderleicht. Schulexkursion zum Landgasthof Dehnitz im Doppelpack.

1. Juni Landgasthof Dehnitz, bei Wurzen. „Man glaubt nicht, wie gerne Kinder doch Gräupcheneintopf essen, wenn sie ihn selbst gekocht haben“, schmunzelt Ines Lehne, Jugendwartin im Internationalen Kochkunstverein zu Leipzig 1884. e.V. (IKL).Schon im vergangenen Jahr hatte sie zusammen mit Schwägerin Kathrin Lehne, Inhaberin des Landgasthofes in Dehnitz Kindern der Diesterweg Grundschule Wurzen zum gemeinsamen Kochen und Essen nach Dehnitz eingeladen. So auch in diesem Schuljahr: Für Mädchen und Jungen im Alter von 10 und 11 Jahren organisierten die engagierten Frauen mit Unterstützung der Lehrerinnen Frau Kempe und Frau Braun sowie einer Mutti und Omi am 25. Mai und 1. Juni 2016 ein Kochevent mit Nachhaltigkeitsanspruch.

„Die beiden Tage waren als Exkursionstage im Rahmen des Sachunterrichts angelegt. Am 25. Mai hatten wir 16 Kinder bei uns im Landgasthof zu Gast, am 1. Juni waren es 14. Es freut uns, dass wir beim gemeinsamen Kochen so vielen Kindern praktisches Wissen vermitteln können und damit auf erlebnisreiche Weise einen Beitrag leisten, um sie auf ihr späteres Leben vorzubereiten“, berichtet Ines Lehne freudig.

Nach ausgiebiger Warenkunde, bei der die Kinder u.a die vier heimischen Getreidesorten kennenlernten, sie erfuhren, wie sich Grieß und Gräupchen anfühlen und welches Knollengemüse im Erdreich chillt und zu leckeren Gemüseschnitzeln verarbeitet werden kann, ging es ans Schälen, Schnippeln und Raspeln. Eingeteilt in Teams, bereiteten die Kids einen nahrhaften Gräupcheneintopf mit Kohlrabi, Petersilienwurzel, Möhren, Kartoffeln und vielem mehr zu. Wälzten emsig und neugierig Gemüseschnitzel aus Blumkohl, Kartoffeln oder Sellerie in Haferflocken- oder Semmelbröselpanade. Rührten quirlig einen Quarkdipp an, rieben Gurken zu Salat, und machten sich aus Milchprodukten vom Landgut Nemt einen köstlichen Grießpudding, zu dem es frische Beerenfrüchte, angedickt mit Hafergrütze gab. Highlight des gemeinsamen Schaffens war das Kneten und Ausbacken von selbst gemachtem Brotteig aus Vollkornmehl oder mit Leinsamen. Lecker, klingt das! Und vor allem gesund! Und nach Spaß!

Verspeist wurde alles gemeinsam am liebevoll eingedeckten Tisch, nach Erkundung des Dachbodens im Landgasthof. Gibt es doch ein Museum im Stübchen, dass alte Gerätschaften für die Arbeit auf dem Feld und in der Landwirtschaft zeigt. Stübchen und Küche sollen auch zukünftig für Projekte wie diese offen sein. Wünschen sich doch Ines und Kathrin Lehne mehr Aktion in der Ernährungsbildung junger Menschen.